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TourTransAsia – 14.200 Kilometer mit dem Fahrrad von Brunei zum Baikalsee

Von admin

Ein Bericht von Marco Altmann / Jack Thoms, Fotos Marco Altmann / Jack Thoms

Wer das Hauptstadtspiel kennt, der kennt Bandar Seri Begawan. Es ist die Hauptstadt des kleinen, aber unglaublich reichen Sultanats Brunei auf der Insel Borneo und Ausgangspunkt unserer Entdeckungsreise. In sieben Monaten ging es vom Äquator aus einmal quer über den asiatischen Kontinent bis in den hohen Norden nach Sibirien zum legendären Baikalsee. Wir Jack Thoms (34) und Marco Altmann (27), haben uns damit einen Wunsch erfüllt, von dem wohl viele träumen. Mit dem Fahrrad für eine Zeit lang aussteigen, um mit minimalem Gepäck und mit Muskelkraft die Welt zu erobern.


Angefangen hatte alles mit einer Weltkarte, die uns während unserer gemeinsamen Zeit an der TU Berlin in einem Büro unablässig von der Wand auffordernd anstrahlte. Allzu oft drifteten die Gedanken von wissenschaftlichen Logistikthemen ab und gingen auf Weltreise. Für zwei sportbegeisterte Radenthusiasten stand schnell fest: Hier haben sich zwei Globetrotter gefunden, deren Vorstellungen vom Reisen geradezu ideal harmonieren.
Es dauerte noch etwas mehr als 4 Monate, bis wir alle notwendigen Impfungen, Visa und die Ausrüstung zusammen hatten. Am 11.03.2007 standen wir schließlich auf dem Flughafen Frankfurt/Main vor einem Flugzeug der Royal Brunei Airline und vor den bislang spannendsten sieben Monaten unseres Lebens.
Auf unseren Rädern erlebten wir hautnah die Vielfalt der Landschaften und Kulturen des asiatischen Kontinents. Wir schwitzten unter der tropischen Sonne Malaysias und Thailands, erfuhren die Armut und das Elend der Landbevölkerung in Kambodscha, verirrten uns im undurchdringlichen Dschungel von Laos, bewunderten die Architektur der Reisterassen in Vietnam, bestaunten ehrfürchtig die schneebedeckten Gipfel des Himalaya in China, genossen die Abgeschiedenheit und Ruhe in der Wüste Gobi und verspürten die Magie des legendären Baikalsees in Sibirien.
Geprägt für unser Leben haben uns die Begegnungen mit den Menschen am Wegesrand, die uns immer wieder mit ihrer Offenheit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft bezauberten. Die Neugier war auf beiden Seiten gleichermaßen groß und so vertieften wir uns trotz aller Sprachbarrieren immer wieder in lange Gespräche. Oft reichten ein Lächeln und einige freundschaftliche Gestiken aus, um gegenseitige Sympathie und Vertrauen zu erzeugen.


Für dieses hautnahe Erlebnis des Reichtums der Kulturen und der Farbenpracht der Natur nahmen wir gern all die Strapazen in Kauf, die auf einen Fahrradreisenden warten. Und so steht für uns beide fest, dass es nicht die letzte große Radtour in unserem Leben gewesen sein wird.

Jack Thoms war von 2001 bis 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bereich Logistik der TU Berlin und ist derzeit an der European Business School in Wiesbaden beschäftigt.
Marco Altmann ist Diplomand an der TU Berlin im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen.

Neben zahlreichen Bildervorträgen, auf denen Sie über ihre Erlebnisse berichtet haben, sind einige Erlebnisse aus Ihrem Tagebuch auf ihrer Internetseite www.tourtransasia.de zu finden.
Für alle Freunde der russischen Sprache findet sich ihr Reisebericht in der russischen GEO (online) Ausgabe unter: http://www.geo.ru/journalarticle/item/id/729/

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