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Fliegende Fahrräder – Fahrrad-Transport im Flugzeug

Von admin

Ein Artikel von Dirk Herms

Deutschland ist schön… besonders zum Radreisen. Gute Infrastruktur, Radlerhotels, -Pensionen und vorbildlich ausgebaute Radwege die allesamt in aufwendiges Kartenmaterial gepackt sind. Aber vielleicht genau deshalb möchte der Radreisende mal raus und in Norwegen in freier Wildnis Campieren oder sich in Finnland fragen, wo es einen Laden zum Einkaufen gibt oder einfach nur die Weite Alaskas erleben. Dann hat er in der Regel nur eine Möglichkeit: Das Flugzeug.

Grundsätzlich ist es überhaupt kein Problem, das Fahrrad im Flugzeug mitzunehmen. Im Reisebüro muss natürlich bei der Buchung der Transport gleich mit angemeldet werden, am besten das Rad als Sportgepäck deklarieren. Bei den Fluglinien gelten Fahrräder als Sperrgepäck und die haben für den Transport leider auch unterschiedliche Konditionen.

Der günstigste Fall: die Airline transporiert das Rad völlig umsonst.
Der Normalfall: Es wird eine Gebühr erhoben, üblich bei Charterflügen.
Der Supergau: Das Gewicht des Fahrrades wird mit dem Freigepäck verrechnet und wenn dies überschritten wird, ist eine Gebühr fällig, die wirklich happig ausfallen kann und und am Schalter persönlich zur Kurzatmigkeit führt. Durch das mitgeführte Gepäck schnellt das Gewicht natürlich zusätzlich in die Höhe.

Also vorher sehr gut informieren und bei der Airline anrufen!

Wenn der Teil geklärt ist, geht’s ans Verpacken. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten mit verschieden Vor- und Nachteilen. Das regelt jeder nach seinem Anspruch… und Geldbeutel.

Die teuerste aber wahrscheinlich sicherste Variante ist der Transportkoffer oder -tasche. In ihm/ihr hat das komplette Rad schön gepolstert Platz. Aber hier stellt sich die Frage, wohin mit dem Koffer am Ankunftsort. Zusätzlich schwierig wird es, wenn Ankunfts- und Ablughafen nicht identisch sind. Und die Dinger sind nicht gerade günstig.

Günstiger sind dagegen gebrauchte Fahrradkartons vom Fahrradhändler. Die geben sie kostenlos und auch gerne ab. Am Ziel können sie dann (natürlich umweltgerecht!) entsorgt werden.

Die Sparversion sind Rohrdämmungen oder Luftpolsterfolie mit denen nur der Rahmen verkleidet wird. Luftpolsterfolie hat aber den Vorteil, dass sie zusammengefaltet mit auf die Reise kann, wenig Platz wegnimmt und daher mehrmals verwendet werden kann.

Aber irgendeine Art von Schutz ist nötig, da die Herren, die die Räder im Flugzeug verstauen, in der Regel sehr grobmotorisch sind und erfahrungsgemäß wenig pfleglich mit den Rädern umgehen, da sie wie die Heringe in die Container gepresst werden.
Die Räder selber müssen (da sind sich alles Airlines übrigens mal einig) wie folgt „flugtauglich“ gemacht werden:

Beim Check-In wird das Rad dann separat abgeholt und wird auch gesondert vom Gepäck am Zielflughafen ausgegeben, meist da wo auch das Sperrgepäck ist. Also an dem Gepäckband wartet man vergeblich auf sein Rad. Nach dem Empfang sollte man gleich den Gesamtzustand prüfen und entstandene Schäden melden und dokumentieren lassen (ist für die Versicherung wichtig, wenn der Schaden größer ist).

Jetzt gibt’s nur eines zu tun: Rad wieder fahrtauglich machen und ab auf die Strasse…

Es sei noch gesagt, dass alles hier genannte auf eigenen Erfahrungen beruht. Es kann Abweichungen geben da man es immer mit Menschen zu tun hat, deren Handlungsspielraum Ermessenssache ist und Dinge vielleicht anders erledigen als gedacht oder gewünscht. Aber was bei allen Personen gut ankommt und einem meist weiterhilft ist Freundlichkeit und Respekt… auch wenn es manchmal schwer fällt.

Topics: Ausrüstung, Tipps & Tricks | 5 Kommentare »

5 Kommentare to “Fliegende Fahrräder – Fahrrad-Transport im Flugzeug”

  1. GAbriele Lüdtke meint:
    18.Februar 2009 at 09:32

    Wir haben gute Erfahrungen gemacht in dem wir uns pro Fahrrad ca. 5 Rollen Frischhaltefolie kaufen und in Kombination mit Pappe die Räder darin einwickeln. Es gibt aber auch Fluggesellschaften die auf Kartons bestehen. In Pisa haben wir die Kartons dann für drei Wochen auf einem Campingplatz deponiert und an Ende der Tour wieder abgeholt! Der Weg vom Flughafen zum Campingplatz war zwar etwas schwierig mit den Kartons, ging aber aufgrund der Nähe ganz gut! Ansonsten Taxi beauftragen!

  2. Judith Weibrecht meint:
    8.Juli 2009 at 18:12

    Ich habe ebenfalls gute Erfahrungen mit Folie gemacht, und zwar mit Luftpolsterfolie (die gibt’s bei der Post, 5m für ein paar Euro) + Kreppband. So habe ich das ganze Fahrrad verpflastert. Es hat den Vorteil, dass man die Folie am Zielflughafen abnehmen und weiter auf der Radtour mitnehmen kann (wiegt ja nix). Wenn man wieder nach Hause fliegt, einfach wieder dranpappen ;-) .

  3. Roland meint:
    1.Juni 2010 at 11:37

    Moin, ich fahre im Sommer von Wien aus am Donauradweg entlang bis zur serbisch-rumänischen Grenze. Anschließend möchte ich mit dem Bus (wichtig: Fahrradtransport) zurück nach Belgrad und von dort per Flug nach Hamburg.
    1. Hat jemand Informationen über eine entsprechende Buslinie in Serbien, die auch Fahräder transportiert?
    2. Kennt jemand eine Stelle in Belgrad, wo ich Verpackungsmaterial für das Fahrrad bekommen kann? Die Airline hat den Fahrradtransport schon bestätigt.
    Roland

  4. Emily meint:
    2.Juni 2010 at 01:12

    Ich habe ebenfalls gute Erfahrungen mit Folie gemacht, und zwar mit Luftpolsterfolie (die gibt’s bei der Post, 5m für ein paar Euro) + Kreppband. So habe ich das ganze Fahrrad verpflastert. Es hat den Vorteil, dass man die Folie am Zielflughafen abnehmen und weiter auf der Radtour mitnehmen kann (wiegt ja nix). Wenn man wieder nach Hause fliegt, einfach wieder dranpappen ;-) .

  5. Amy meint:
    5.Juni 2010 at 05:02

    Wir haben gute Erfahrungen gemacht in dem wir uns pro Fahrrad ca. 5 Rollen Frischhaltefolie kaufen und in Kombination mit Pappe die Räder darin einwickeln. Es gibt aber auch Fluggesellschaften die auf Kartons bestehen. In Pisa haben wir die Kartons dann für drei Wochen auf einem Campingplatz deponiert und an Ende der Tour wieder abgeholt! Der Weg vom Flughafen zum Campingplatz war zwar etwas schwierig mit den Kartons, ging aber aufgrund der Nähe ganz gut! Ansonsten Taxi beauftragen!